Die emotionale Achterbahnfahrt während der Schwangerschaft und der Zeit nach der Geburt kann herausfordernd sein. Während Freude und Aufregung häufig sind, sind Gefühle von Traurigkeit, Angst und Überforderung ebenfalls sehr häufig. Wenn Sie sich so fühlen, seien Sie versichert, dass Sie nicht allein sind und es Hilfsmittel gibt. Die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS) ist eines der am weitesten verbreiteten und vertrauenswürdigsten Instrumente zur Identifizierung von Symptomen von perinatalen Stimmungs- und Angststörungen.
Dieser Leitfaden führt Sie durch alles, was Sie über den EPDS-Test wissen müssen, einschließlich dessen, was er ist, wie er funktioniert, was die Ergebnisse bedeuten und – am wichtigsten – wie Sie die Hilfe erhalten, die Sie verdienen.
Medizinischer Haftungsausschluss: Die EPDS ist ein wertvolles Screening-Instrument, aber keine Diagnose. Die Ergebnisse sollten mit einer qualifizierten Fachkraft im Gesundheitswesen, wie Ihrem Arzt, Ihrer Hebamme oder einem Psychotherapeuten, geteilt und besprochen werden, die eine genaue Diagnose stellen und einen Behandlungsplan erstellen kann.
Die Edinburgh Postnatal Depression Scale ist ein Fragebogen mit 10 Fragen zur Selbstauskunft, der dazu dient, Symptome von Depressionen und Angstzuständen während der Schwangerschaft und der Zeit nach der Geburt zu erkennen. Sie wurde 1987 von den Forschern Cox, Holden und Sagovsky entwickelt und hat sich zu einem globalen Standard entwickelt, um Eltern zu identifizieren, die möglicherweise weitere psychische Untersuchungen und Unterstützung benötigen.
Der Hauptzweck der EPDS ist es, ein Gespräch über psychische Gesundheit zu eröffnen und eine einfache, effektive Möglichkeit zu bieten, potenzielle perinatale Depressionen frühzeitig zu erkennen.

Die EPDS richtet sich an Personen in der perinatalen Periode. Dazu gehören:
Wenn Sie anhaltende Gefühle von Traurigkeit, Angst, Reizbarkeit oder Verlust von Freude erleben, kann die Teilnahme an einem EPDS-Fragebogen ein wertvoller erster Schritt sein.

Der EPDS-Fragebogen besteht aus 10 Fragen zu Ihrer Stimmung in den letzten sieben Tagen. Jede Antwort wird auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet. Die Gesamtpunktzahl ergibt sich aus der Addition der Punkte für jede der 10 Fragen, was zu einer Zahl zwischen 0 und 30 führt.
Obwohl die Interpretation immer mit einem Gesundheitsdienstleister erfolgen sollte, deuten die Ergebnisse im Allgemeinen auf Folgendes hin:
Frage 10 auf der EPDS fragt nach Gedanken daran, sich selbst zu verletzen. Jede Punktzahl größer als 0 bei dieser spezifischen Frage ist ein Warnsignal, unabhängig von der Gesamtpunktzahl der EPDS. Wenn Sie Gedanken haben, sich selbst zu verletzen, ist es wichtig, sofort Hilfe zu suchen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, gehen Sie zur nächsten Notaufnahme oder rufen Sie sofort eine Krisenhotline an.
Die Fragen auf der EPDS sollen verschiedene Aspekte Ihrer Stimmung und Ihres emotionalen Zustands bewerten. Sie fragen nicht nach Ihren körperlichen Symptomen, sondern konzentrieren sich auf Gefühle. Beispiele für behandelte Themen sind:
Es ist wichtig, sich Zweck und Grenzen dieses Tests auf postpartale Depressionen vor Augen zu halten:
Das Ausfüllen der Edinburgh Postnatal Depression Scale ist ein proaktiver Schritt zur Priorisierung Ihrer psychischen Gesundheit.

Ihr emotionales Wohlbefinden ist genauso wichtig wie Ihre körperliche Gesundheit. Die EPDS als Leitfaden zu nutzen, kann Ihnen helfen, das Gespräch zu beginnen und die Unterstützung zu erhalten, die Sie brauchen, um Ihr Wohlbefinden zu fördern.
Ja, der EPDS-Fragebogen selbst ist ein gemeinfreies Werkzeug. Unsere Website Epds.me bietet eine kostenlose Online-Version für einfachen Zugang.
Die EPDS ist sehr kurz und dauert in der Regel weniger als 5 Minuten.
Nein. Die EPDS ist ein Fragebogen zur Selbstauskunft. Die Antworten müssen die persönlichen Gefühle der Person widerspiegeln, die den Test macht, um korrekt zu sein. Wenn Sie sich um eine geliebte Person sorgen, ermutigen Sie diese, den Test zu machen und mit einer medizinischen Fachperson darüber zu sprechen.